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Celesio neue Erfolgsrezepte für weniger Stress


07.09.2010
SRH AlsterResearch

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, stuft die Aktie von Celesio (ISIN DE000CLS1001 / WKN CLS100) mit "kaufen" ein.

Im Kurs der Celesio-Aktie seien die Nackenschläge der letzten Jahre nachgezeichnet. Der fundamentale Wert liege weit höher ein geduldiger Investor darf mit einer Kursverdoppelung kalkulieren. Eben Geduld sei allerdings vonnöten. Viele Initiativen seien aufgelegt, kurzfristige Erfolgserlebnisse nicht garantiert. Der Kapitalanteil (12,5%) an ANZAG immerhin solle im laufenden Halbjahr veräußert werden.

Der Wettstreit von staatlicher Vorgabe und betrieblicher Effizienzsteigerung bestimme die Höhe der Margen. Das zentrale Ergebnisrisiko ergebe sich für Celesio jedoch aus der Entwicklung der britischen Währung. Die Abhängigkeit des Zahlenwerks vom Pfund zu verringern sei das Motiv für die Beteiligung am brasilianischen Großhändler Panpharma (Konsolidierung seit September 2009) sowie den Aufbau einer Apothekenkette in Schweden (19 Filialen unter dem Label DocMorris zur Jahreshälfte und 30 bis 40 Filialen zum Jahresende). In den beiden Zwischenberichten dieses Jahres hätten die Aktivitäten in Brasilien und Schweden deutliche Spuren hinterlassen.

Das Brasilien-Engagement leiste überproportionale Beiträge zu den Margen des Großhandels-Segments. Im ersten Quartal habe Panpharma 12,4 Mio. EUR zum EBITDA beigesteuert, im zweiten Quartal 21,3 Mio. EUR, zuletzt begünstigt durch eine Sondersituation im Vorfeld von Preiserhöhungen. Die Konstruktion der Panpharma-Übernahme, die sich über mehrere Schritte bis 2014 vollziehe, führe in Celesios Finanzergebnis zu einer stark erhöhten Volatilität. Die Vorhersagbarkeit der Ergebnisreihe sei also stark eingeschränkt. Die Analystenprognosen unterhalb der EBIT-Ebene habe man für 2010 und die Folgejahre deutlicher reduziert.


Die Aufbauarbeit in Schweden wiederum habe besonders im ersten Quartal das Retail-Segment (Apothekengeschäft) belastet. Ebenfalls kurzfristig mit Zusatzaufwand verbunden, dann aber klar ergebnissteigernd auswirken sollte sich die Einbringung des niederländischen Apothekengeschäfts in die Phoenix-Tochter Brocacef. Vorbehaltlich der Kartellamtsfreigabe werde Celesio künftig mit 45% an Brocacef beteiligt sein.

Vonseiten staatlich-administrativer Eingriffe in den ersten Gesundheitsmarkt, also des öffentlich finanzierten Systems, erwarte das Management für die zweite Jahreshälfte Ergebnisbelastungen unterhalb der im ersten Halbjahr zu verdauenden Größenordnung (Unternehmensangaben für das erste Halbjahr 2010 43 Mio. EUR , für Gesamtjahr 2009 38 Mio. EUR). Im Jahr 2008 hätten regulatorisch bedingte Ergebniswirkungen einen Höhepunkt erreicht.

Zu den strategischen Ansätzen Celesios gehöre, die Abhängigkeit vom gedeckelten Gesundheitssystem zu reduzieren. Health care im weiteren Sinne sei ein Wachstumsmarkt. Dem Bedürfnis, gesund und möglichst fit zu bleiben, würden stetig steigende, vom Endverbraucher getragene Budgets prognostiziert. Auf dieses Wachstumsfeld würden sich die weiteren Expansionsanstrengungen Celesios konzentrieren. Gerade mit der Positionierung auf dem brasilianischen Markt sei Celesio ein großer Sprung gelungen.

In zurückliegenden Jahren durchlebte Rückschläge hätten Celesio zu einem Wertpapier mit hohem Stressfaktor werden lassen. Die Aktie des nicht konjunktursensitiven Unternehmens trage jedoch in diversifizierten Portfolios zur Risikoreduktion bei, und dies ohne Bewertungsaufschlag, wie er anderen Qualitätstiteln des Sektors Health care zuteil werde.

Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen ihr Kursziel von 30 EUR und ihr Anlageurteil "kaufen" für die Celesio-Aktie. Ihr DCF-Modell, das langfristige Aspekte in die Bewertung explizit einbeziehe, stütze das Zielkursniveau, selbst da sie Abschläge gegenüber den Planvorgaben des Celesio-Managements (EBITDA-Ziel für 2015: mehr als 1 Mrd. EUR) vornehmen würden. (Analyse vom 07.09.2010) (07.09.2010/ac/a/d)




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